Heilpraktiker Franz W. Suhre, DO.CN®
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Ozontherapie

Die Ozontherapie, mit der sich zunehmend mehr Therapeuten beschäftigen, ist nicht neu. Sie ist, nachdem man bestimmte Eigenschaften des Ozons entdeckt hatte, aus der Erfahrungsheilkunde hervorgegangen. Schon im Ersten Weltkrieg beobachtete der Berliner Arzt Wolff, dass Kriegsverletzungen, eiternde Wunden und Gasbrand unter Ozoneinwirkung eine auffallend gute Heilungstendenz zeigten. Die klinischen Grundlagen für die Anwendung des Ozons als Therapeutikum hat der Ordinarius für Chirurgie in Leipzig, Payr, in den dreißiger Jahren mit seinem Ärzteteam erarbeitet, womit der Weg freigemacht wurde für die Einführung des Ozons in die Medizin.

Was ist Ozon?

Wenn man Sauerstoff Energie in Form elektrischer Entladung zuführt, dann wird ein Teil des Sauerstoffes in ein Ozonmolekül mit drei Atomen Sauerstoff umgewandelt; das ist Ozon. Ozon ist unter normalen Bedingungen ein farbloses Gas von charakteristischem Geruch und von stark oxydierender Wirkung, in der für die Heilkunde verwendeten Verdünnung aber gänzlich ungefährlich.

 

Ozon entsteht auch bei Ultraviolettbestrahlung und sein Geruch ist jedem bekannt, der einmal eine Höhensonne benutzt hat. Es wirkt stark desinfizierend, bakterizid, viruzid und fungizid, das heißt, es besitzt die Fähigkeit, Viren, Bakterien und Pilze abzutöten. Diese Eigenschaften des Ozons werden seit langem zur Trinkwasseraufbereitung und zur Entkeimung von Schwimmbädern genutzt.

 

Das für medizinische Heilzwecke verwendete Ozon wird aus reinem (also medizinischem) Sauerstoff hergestellt. Dieses Ozon-Sauerstoff-Gemisch verhalt sich gewebefreundlich und bewirkt eine entscheidende Durchblutungsverbesserung, so dass es naheliegend ist, Ozon bei den Gefäßerkrankungen, die mit Durchblutungsstörungen einhergehen, als Therapeutikum einzusetzen. Bei der Behandlung der zentralen und peripheren Durchblutungsstörungen hat sich das Ozon-Sauerstoff-Gemisch, das parenteral (also nicht durch den Mund) verabreicht wird, unter allen konservativen Behandlungsmöglichkeiten nach übereinstimmenden Erfahrungen der damit arbeitenden Therapeuten, als das wirksamste Behandlungsverfahren. Die Wirkung der Ozontherapie bei der Anwendung als große Eigenblutbehandlung lässt sich wie folgt darstellen:

  1. Durch die Wirkung des Ozons wird die Oberflächenladung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) negativiert. d.h., dass ein Zusammenkleben dieser, für den Sauerstofftransport verantwortlichen Blutzellen verhindert und auch Wieder rückgängig gemacht wird. Allein dieser Effekt vergrößert also schon von der ersten Behandlung an die Gesamtoberfläche der roten Blutkörperchen, wodurch diese in der Lunge durch die Atemluft mit mehr Sauerstoff beladen werden können.
  2. Dadurch, dass diese Blutkörperchen nur einzeln im gesamten Blut schwimmen und nicht mehr zu den sogenannten ,.Geldrollen" zusammen gelagert sind, gelangen sie wieder in Haargefäße (Kapillare). die vorher nicht mehr oder nur noch mühsam zu passieren waren.
  3. Ozon hat auf die Oberfläche der roten Blutkörperchen eine membranauflockernde Wirkung. Das bedeutet. dass ein rotes Blutkörperchen wieder verformbarer wird. Viele Blutkörperchen, besonders im kranken Organismus, haben diese Eigenschaft verloren, d.h. sie verlieren ihre Elastizität und werden starr. Da aber die kleinsten Gefäße des Körpers. die Kapillare, einen Durchmesser haben, der in etwa dem des roten Blutkörperchens entspricht oder sogar noch darunter liegen kann, ist es von entscheidender Bedeutung. dass sich ein gesundes rotes Blutkörperchen zu einem hohlschuhförmigen Gebilde verformen kann. Diese Enge in den Kapillaren hat die Aufgabe zu gewährleisten, dass die Geschwindigkeit im Endstromgebiet der Durchblutung abnimmt und so die Sauerstoffträger einzeln in Reih und Glied an jeder Stelle des Körpers vorbeimarschieren und so Zeit zum Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid in ausreichendem Maße vorhanden ist.
  4. Dieser membranaufiockernde Effekt bewirkt auch, dass das rote Blutkörperchen den an ihn gebundenen Sauerstoff leichter an das Gewebe abgibt.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ozontherapie es wie keine andere Therapie vermag, die Aufnahme des Sauerstoffs (in der Lunge), den Transport durch die Gefäße und die Abgabe an Bereiche, die sonst nicht mehr oder nur ungenügend mit Sauerstoff versorgt werden konnten, in kurzer Zeit zu verbessern.

Andere Sauerstoff-Therapie-Varianten wie die HOT oder die Singulett-Sauerstoff-Therapie arbeiten ebenfalls mit aktiv-Sauerstoff-Stufen in einer sogenannten Radikal-Form. Diese beanspruchen weitestgehend die gleichen Wirkmechanismen und Indikationen wie die Ozontherapie. Ein anderes Verfahren, die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Prof. Manfred von Ardenne erhöht den Sauerstoff-Teilchendruck (Sauerstoffpartialdruck) im wesentlichen durch eine Erhöhung des Sauerstoffgehaltes der Atemluft. Dieses Verfahren eignet sich besonders zur Ergänzung der Ozontherapie bei sehr schweren Formen von Durchblutungsstörungen und als Begleittherapie maligner Erkrankungen. Die Ozontherapie ist keine Wundermedizin und kann an ihre Grenzen kommen, wenn die Folgen von Durchblutungsstörungen, der Zelluntergang (Nekrose), sich schneller entwickelt als eine Verbesserung der Sauerstoffversorgung im „Notstandsgebiet“. Auch Anatomische Veränderungen wie ein Totalverschluss ohne Umgehungsversorgung (Kolateralen) lassen den Einsatz der Ozontherapie nur noch zur Verhinderung weiterer Durchblutungsstörungen oder Komplikationen sinnvoll erscheinen.

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© Franz W. Suhre, Heilpraktiker, DOCN®

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